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Die eine Antwort auf alle Fragen – Teil 1 – Warum gibt es Gott?

Immer wieder mal, mehr oder weniger oft, stellt sich jedem einzelnen von uns die Frage: Warum musste das so sein, warum musste ich diese Erfahrung machen?

Spirituelle Kreise haben darauf ihre eigenen, oft sehr speziellen Antworten, zum Beispiel:

  • Weil wir alle Schöpfer sind. Es gibt keine Opfer. Du hast dir diese Situation selbst geschaffen. Oder:
  • Das ist Karma. Du hast es im letzten Leben aufgebaut. Oder:
  • Du hast es angezogen. Es ist einfach nur die Antwort auf das, was du ausgesendet hast. Zufälle gibt es nicht. Oder:
  • Du wolltest diese Erfahrung machen und hast dich mit der anderen Seele so abgesprochen. Oder:
  • Weil das Universum mit deiner Erfahrung wächst, und sei sie auch noch so klein. Oder:
  • Weil Gott diese Erfahrung machen möchte. Oder, oder, oder…

Welche Antwort davon richtig ist, werden wir in einem der nächsten Teile untersuchen, doch zunächst geht es in eine zweite Runde.

Egal, welche Möglichkeit in Betracht kommt, du könntest antworten: „Schön und gut, ich bin Schöpfer, habe die Situation selbst kreiert, weil ich sie durch meine Einstellung angezogen habe. Ich habe sie angezogen, weil ich das Karma auflösen wollte und hab mich dazu mit einer anderen Seele abgesprochen. Damit helfe ich dem Universum bei seinem Wachstum und tue gleichzeitig etwas für Gott, Der diese Erfahrung machen möchte.“

Aber: Wozu braucht Gott die Erfahrung, und warum will das Universum wachsen?

Wissenschaftler, Esoteriker, Religionisten, oder welches Lager auch immer, mögen darauf erklärend reagieren, nach dem Motto: Weil alles wachsen muss, um zu leben. Stillstand bedeutet Tod. Wer nicht besser wird, wird schlechter. Das Leben strebt immer dem Licht entgegen, und das ist nur mit Wachstum möglich. Ohne Wachstum kein Streben. Und ohne das alles: Stillstand und letztendlich Tod. So ist halt das Leben.

Befriedigt diese Antwort dich? Oder eher nicht? Sicherlich werden die nachfolgenden Überlegungen sehr viel erklären, auch, dass von dieser Position aus in die andere Richtung gedacht, viel genauere Informationen ans Licht kommen.

Grundsatzfrage: Warum gibt es Gott, oder: Warum gibt es ein (oder gar mehrere/viele/endlos viele) Universen? Warum gibt es überhaupt irgendwas, und nicht „Nichts“?
Und die Antwort lautet: Weil es nicht „Nichts“ geben kann, genauso wenig wie es keine Energie ohne Information gibt. Auch das „Nichts“ ist etwas, vielleicht vergleichbar mit der physikalischen Energie der Ruhe, etwas mit der Information „Nichts“. „Nichts“ ist eine Information, die freilich für weitaus mehr als „Nichts“ hergenommen wird, z.B. für Leere – Vakuum – Inhaltslosigkeit – Wertlosigkeit – Niete – Missen von etwas Bestimmtem, uvm. Aber ist all das wirklich “Nichts“? Natürlich nicht. Du siehst: Es gibt kein Nichts, auch wenn du noch so lange darüber nachdenkst. Wenn da „nichts“ ist, dann blickst du einfach nur in die Dunkelheit und erkennst nicht, dass da was ist.

Da es kein Nichts gibt, muss es also “Etwas” geben. Das kann nicht die Dunkelheit sein, das Böse, oder sonst etwas, das unser Verstand als negativ bewertet. Negatives, oder etwas, das unser Verstand als solches bewertet, ist nur sinnvoll, wenn es jemanden gibt, der daraus seine Erfahrungen macht und lernt. Selbstverständlich wird das Gute auch erfahren, aber daraus lernt man nichts. Man genießt es nur und weiß, dass es so gut ist, wie es ist. Es bedarf nicht der Änderung. Es befriedigt, oder – im besten Fall – macht es glücklich. Da also niemand sonst da ist, der etwas als negativ Definiertes erfahren und daraus lernen könnte, macht die Existenz von „Negativität“ allein keinen Sinn. Sinn macht allerdings das Gute allein, das Licht, die Liebe, das umfassend Positive, etwas, das wir als Gott beschreiben. Das macht selbst dann Sinn, wenn niemand außer dem Licht da ist, um es zu erfahren.

Noch nicht überzeugt?

Die einfachste Form einer Existenz ist reines Bewusstsein. Es hat keine Form und beobachtet nur. Es ist weder gut, noch schlecht, weder positiv, noch negativ. Es ist einfach nur Bewusstsein. Gehen wir also davon aus, dass es Gott, das Reine Bewusstsein, geben muss, weil es
1. nicht „Nichts“ geben kann, und
2. weil das, dessen Existenz unabdingbar ist, nicht negativ sein kann. Das allein Existierende ist neutrales Bewusstsein, das aber in Abwesenheit anderer „Dinge“ vollkommen ist. (Es ist nicht möglich, dass etwas Unreines alleine existiert. Etwas „Unreines“ per definitionem kann es nur geben, wenn gleichzeitig ein Gegenpol da ist – in unserer Besprechung etwas Reines. Unreinheit hingegen kann es nur in der Bipolarität geben. Zur Bipolarität gehen mindestens Zwei! Es ist aber niemand da, der das Unreine als solches definieren würde, und es ist nichts da, mit dem das Existierende sich vergleichen könnte) Wie immer vollkommen oder unvollkommen die alleinige Existenz auch sein mag: Sie will und muss wachsen, um dauerhaft zu existieren, sonst wäre die Existenz begrenzt, sowie unnötig. Das Existierende würde zerfallen.

Gott ist die reine Liebe, das Allumfassende, die unbestrittene Einheit, reines Bewusstsein. Gott ist „Alles-was-ist“. Das haben wir nun geklärt. Gott wurde nicht erschaffen, und Er hat Sich auch nicht Selbst erschaffen. Es ist einfach nur gar nicht anders möglich, als dass Er von Anbeginn an existiert, so wie die Bibel es beschreibt: „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Also war das Wort Gott.“

Unter uns: Es gibt keinen Anfang!

Freue dich auf den nächsten Blog. Dann geht es um die Frage: Haben wir uns wirklich von Gott getrennt?

Viele Grüße,
Tina und Marlin

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