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Die eine Antwort auf alle Fragen – Teil 5 – Sind wir alle Schöpfer

Sind wir alle Schöpfer?

Um es vorwegzunehmen: Ja, wir sind Schöpfer. Das, worauf wir die Aufmerksamkeit richten, materialisiert sich. Das beweist das Doppelspaltexperiment. Wir setzen es um, indem wir kreative Gedanken entwickeln, Ziele und Visionen haben und verfolgen das alles im besten Fall, um es zu verwirklichen. Bevor wir uns etwas kaufen oder mit den eigenen Händen erschaffen, müssen wir den Gedanken, die Idee daran haben, sonst wird das nichts. Astralreisende wie William Buhlman bestätigen, dass jeder Gedanke sofort im feinstofflichen Bereich Wirkung zeigt und Formen annimmt. Dass der Gedanke sich dann aber auch materialisiert, ist nicht zwingend gegeben. Dazu ist so einiges mehr nötig, als einmal daran zu denken. Wenn das so einfach wäre, könnten jedermann und jede Frau alles erreichen, was sie sich wünschen. Unserer Schöpfungskraft sind aber mitunter gravierende Grenzen auferlegt worden. So ist es nur möglich, im gewissen Rahmen zu erschaffen, denn gegen gültige, auch von Menschen erschaffene Gesetze, können wir dabei nicht verstoßen.

Zum besseren Verständnis unserer limitierten Schöpferkraft zwei Beispiele:

1. Es ist nicht möglich, dass jeder Mensch der Erde Milliardär wird. Dazu ist nicht genug Geld vorhanden. Die Geldmenge auf der Welt ist, wie oben beschrieben, begrenzt. Wem das Beispiel nicht zusagt, weil es ja die ganze Menschheit betrifft, und wer immer noch davon überzeugt ist, als grenzenloser Schöpfer alles erreichen zu können, der möge sich doch mal die Realität kreieren, dass jeder Europäer ihm oder ihr 1.000 € aufs Konto überweist, und seien es nur die reichen Europäer.
2. Wem auch hier noch zu viele Menschen beteiligt sind: Wie wäre es denn mit dem Ziel, König von Deutschland zu sein? König, also ein Monarch, in einer Gesellschaftsform, die sich Demokratie nennt. Ob es eine ist, mag jeder für sich entscheiden. Eine Monarchie ist es jedenfalls auch nicht.

Gerne bringe ich noch zwei weitere Beispiele herbei:

1. In den 80er Jahren des vorigen Jahrtausends war ich als Schlagzeuger einer richtig guten Band bekannt. Wir alle hatten das Ziel, noch bekannter zu werden und mit unserer Musik noch mehr abzustauben. Daraus wurde nichts, obwohl wir uns richtig ins Zeug legten und einmal sogar eine Plattenfirma begeistern konnten
2. Oder: Nachdem es mit der Musik nicht geklappt hatte, probierte ich es ca. 15 Jahre später als Schriftsteller. Ich hatte einen Mittelalterroman geschrieben, ihn angeboten und siehe da, bei einem Verlag wurde ich gehört. Nach einer Leseprobe bestellte das Lektorat das komplette Manuskript, und ein paar Wochen später wurde ich von der Cheflektorin zum Gespräch eingeladen, um Einzelheiten für die Publizierung festzulegen. Ich war mir absolut sicher, dass der Roman verlegt werden würde, aber letztendlich kam dennoch die Absage. Der Verlag hatte sich für den einzigen Mitbewerber (von dem ich gar nichts wusste) entschieden und diesen publiziert. Auch diese Absage hatte ich definitiv nicht angezogen, noch hatte ich die Publikation selbst energetisch vermasselt. Bestimmt kennst du auch die eine oder andere Sache, bei der du dir zu 100% sicher, vielleicht sogar euphorisch warst: Das wird was – und dann ging es doch noch in die Hose.

Die Kollektivenergie der Gebrechlichkeit

Darüber hinaus ist es sogar möglich, dass das kollektive Bewusstsein der Gesellschaft, in der wir leben, unsere eigenen Schöpfungen steuert, und so erschaffen wir uns fremdgesteuert Realitäten, die wir gar nicht haben wollen. Unsere Forschungen im Bereich der zunehmenden Gebrechlichkeit der Gesellschaft haben gezeigt, dass es wirklich so ist. Immer mehr Menschen werden gebrechlich und kreieren sich diese Realität unter Leitung der Kollektivenergie. Trage dich in unseren Synergaging-Verteiler ein, um davon verschont zu bleiben.

Das Dilemma

Da wir nicht alles erschaffen können, was wir wollen, Dinge erschaffen, die wir nicht wollen, unseren Möglichkeiten vom Kollektiv ein mitunter recht enger Rahmen gesteckt wird, und die Gedanken, die wir aussenden, von Konditionierungen, Glaubenssätzen, Dogmen und Charakter bestimmt werden, stellt sich die Frage, ob der Begriff „Schöpfer“ für uns nicht zu überdenken sei. Wahrscheinlich sind die Brunnen, aus denen wir bewusst und ertragreich schöpfen können, recht begrenzt. Das heißt nicht, dass wir Opfer sind, denn im Kollektiv sind wir Mitschöpfer, selbst wenn unser Stimmgewicht nur minimal sein sollte. Wir können mit unserer alleinigen Meinung keine Millionen andere überstimmen (“Ich werde jetzt König von Deutschland”), oder bräuchten dazu eine sehr, sehr starke Schöpferkraft. Blöd ist darüber hinaus, dass wir nicht immer wissen, ob konträre Energien gegen unsere Entscheidungen arbeiten.

Gibt es denn wenigstens ein Karma?

Zwei physikalische Gesetze sind nachweisbar aktiv:
1. Das Gesetz der Anziehung (obwohl du nicht alles, was dir begegnet, persönlich angezogen haben musst, weil du ja in einer Kollektivenergie unterwegs bist. Wir haben das schon freigerubbelt)
2. Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Da beißt die Maus keinen Faden ab: Alles, was geschieht, hat eine Ursache. Nichts kann ohne Ursache geschehen, passieren, wachsen, sich ausbreiten. Das ist kein Widerspruch zur Aussage, dass es das Reine Licht gibt und für dessen Existenz augenscheinlich keine Ursache vorhanden ist. Die Antwort lautet, du kennst sie bereits: Es kann nicht „Nichts“ geben.

Alles, was geschieht, hat außer der Ursache auch eine Wirkung. Alles bewirkt irgendwas, auch wenn die Wirkung mitunter recht klein ist und von uns gar nicht bemerkt wird. Zu behaupten, etwas habe keine Wirkung, ist falsch. Bei einem Medikament kann diese Aussage – es wirkt nicht – daher auch nur bedingt richtig sein, z.B. vom medizinischen Standpunkt aus, denn für die Pharmaindustrie hat das Medikament gewiss eine Wirkung: Es bringt Geld ein. Sollte es niemand kaufen (weil es nicht wirkt), dann hat es eben eine andere Wirkung: Es war ein Flop, produziert pharmazeutischen Abfall und belastet die Umwelt anders als der Kot derjenigen, die es ansonsten zu sich genommen hätten. Es wirkt also.

Da alles eine Wirkung hat, muss die Antwort auf die Frage, ob es Karma gibt, eindeutig „Ja“ lauten, denn Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Warum Karma?

Warum, so mag jemand wissen wollen, bauen wir denn Karma auf, wenn wir so wenig Schöpfer sind und offenbar nur in geringem Maße für das verantwortlich sind, was wir tun? Immerhin erschaffen wir 90% unbewusst. Ist es nicht so, dass wir mit allem, was wir tun, Alles-was-ist zu Wachstum verhelfen? Wieso werden wir dann auch noch mit Karma bestraft?

Alles-was-ist lernt einzig und allein aus dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenn die Wirkung einer Ursache nicht zu spüren ist, dann ist der Lerngehalt der Ursache gleich Null. Lernen können wir – und auch das Reine Licht – nur, wenn wir das Ausmaß unserer Entscheidungen erleben können und wir kapieren: Das war der falsche Weg. Beim nächsten Mal mache ich es anders!

Vielleicht kennst du das Sprichwort: „Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort!“, und YouTube ist voll mit Kanälen, die was mit „Instant Karma“ zu tun haben.

Kleine Sünden, damit sind unserem Charakter und unseren gesellschaftlichen Programmierungen adäquate Entgleisungen gemeint, Entscheidungen also, die wir anhand unserer Persönlichkeit hätten überschauen können. Die Schelle auf eine Frechheit hin sagt einem ja sofort: „Auuutsch, das lass ich in Zukunft bleiben.“ Dazu müssen wir nicht wiedergeboren werden, um es aufzulösen. Klar, es gibt Menschen, die immer und immer wieder eins aufs Fressbrett kriegen, bis sie die Aufgabe endlich verinnerlicht haben.

Ist die Verfehlung aber für unsere Persönlichkeit zu hoch (der kapiert’s nicht, da redet man wie mit einem besoffenen Gnu…), dann bringt eine solche „Bestrafung“ noch nichts, weil wir es noch nicht verstehen und daraus lernen können. Aber wir wollen ja wachsen. Die Verfehlung wird also auf das Karmakonto gebucht und tritt bei einem der nächsten Leben auf, wenn es unsere Persönlichkeit so weit gebracht hat, dass sie die Herausforderung annehmen kann. Viele schießen dann über das Ziel hinaus und suchen die Ur-ur-ursache irgendwo in grauer Vorzeit, weil sie meinen, sonst nur oberflächlich zu handeln. Das Übel sollte ihrer Meinung nach mitsamt der Wurzel ausgerottet werden. Aber wenn wir in diesem Leben erkennen, warum eine Karma behaftete Situation auftritt und wir das in diesem Leben abstellen, dann genügt das vollkommen. Wir müssen dafür nicht in die Steinzeit reisen.

…weil Alles-was-ist wachsen muss

Ob Gott, das Reine Licht, die Höchste Energie, oder das Universum unsere Erfahrungen braucht, um zu wachsen, ist vollkommen egal. Es macht für uns keinen Unterschied, wer von unseren Erfahrungen profitiert. Fakt ist, dass es so ist, fertig.

Nun könnte dir aber der Gedanke kommen: Ich werde also erschaffen, bin ein Teil Gottes, bekomme ein Ego aufgesetzt und werde dann auf die Welt entlassen, um dem Universum Erfahrungen zu liefern. Ja ist denn das die Möglichkeit?

Ja, das ist sie, und ja, der Gedanke kann einem ordentlich zusetzen, je nachdem, in welcher Situation man sich befindet (und das alles nur für andere?)

Nun, erstens ist es nicht nur für „Andere“, sondern auch für dich, und zweitens wächst auch du mit den Erfahrungen der anderen. All deine 7,5 Milliarden Mitmenschen machen Erfahrungen, von denen auch du persönlich profitierst. Ist das nicht wundervoll?

Hört sich von weit hergeholt an? Okay!

Auf einer Japanischen Insel beobachteten Wissenschaftler in den 1950er Jahren eine Affenart, die sich vorwiegend von Süßkartoffeln ernährte, die sie aus dem sandigen Boden buddelten. Es geschah, dass einem Affen seine Kartoffel entglitt und ins Wasser plumpste. Er holte sie wieder heraus, und als er sie verzehrte, stellte er fest, dass sie ohne Sand besser schmeckte. Es dauerte ein paar Wochen, und kein Affe ließ sich mehr von einer sandigen Kartoffel überzeugen. Die gesamte Affenpopulation auf dieser Insel wusch ihre Kartoffeln.

Nicht weiter verwunderlich, magst du denken. Die haben sich das voneinander abgeschaut. 

So möchte man argumentieren, wenn das alles gewesen wäre, was es dazu zu sagen gibt. Aber es geht noch weiter, denn innerhalb von wenigen Jahren haben auch die Affen auf den umliegenden Inseln und sogar auf dem Festland ihre Kartoffeln gewaschen, obwohl es keinen physikalischen Kontakt zwischen den Populationen gab. Manche nennen es das Morphogenetische Feld, das die Affen gespeist haben. Wie auch immer wir es erklären wollen, es zeigt, dass Alles-was-ist, und damit jeder Einzelne, von den Erfahrungen eines jeden Einzelnen profitiert.

Wenn du trotzdem keine Lust darauf hast, für andere Menschen Erfahrungen zu machen, dann gibt es eine einzige Möglichkeit, dich auszuklinken:

Tue alles mit und aus Liebe!

Wenn du alles aus Liebe tust, dann bist du selbst Liebe. Dann hast du dein Ego abgelegt und wirst vom Reinen Licht wieder integriert, weil es von dir keine Erfahrungen zum Wachsen mehr erwartet. Dann wirst du feststellen, dass es nicht „Nichts“ geben kann.

In Liebe

Tina und Marlin

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